22. März 2013

22. März 2013

 

Der Schlickberg auf dem Deich

Schlickberg auf dem Deich

Schlick wird angeliefert

Schlick wird angeliefert

 

 

16. März 2013

16. März 2013

Versuchsfeld für die evtl. Alternative zu den Sandsäulen.

Bagger auf der Baustrasse

 

Bagger am Testfeld

 

Testfeld evtl. Alternative zu den Sandsäulen

 

Informationen wurden bereitgestellt vom LKN-SH.

 

Küstenschutzmaßnahme

Deichverstärkung

Alter Koog

Nordstrand

 

Bauzeit

Die Durchführung der Küstenschutzmaßnahme von insgesamt rd. 2,5 km beginnt im Frühjahr 2013 mit dem Herrichten und Aufspülen des Sanddepots, den Arbeiten an der Hochwasserschutzwand Strucklahnungshörn, der Hafenspundwanderweiterung und dem Deichbau.2014 sind der Bau der Hochwasserschutzwand Norderhafen, die Deichscharte und der Deichbau geplant. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2015 abgeschlossen sein.

 

Herstellungskosten

Bauherr ist das Land Schleswig-Holstein, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR), vertreten durch den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN-SH) in Husum.

Die Gesamtbaukosten werden aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ unter Beteiligung des europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER), hier durch das Zukunftsprogramm Ländlicher Raum (ZPLR) finanziert.

Die geschätzten Gesamtkosten betragen incl. der Planung ca. 21 Mio. €.

 

Bauausführende Firma:

Reinhold Meister Wasserbau GmbH,94491 Hengersberg

www. reinhold-meister.de

Entwurf und Bauleitung:

LKN S-H

 

Landschaftspflegerische Maßnahmen

 

Die Küstenschutzmaßnahme ist mit unvermeidlichen Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Insbesondere sind die Eingriffe durch die Überbauung von ca. 4,7 ha Watt, die Ausbeutung einer 5 ha großen Kleientnahme und die Entnahme von 300.000 m³ Sand aus dem Wattenmeer zu nennen.

Die Kompensation dieser Eingriffe erfolgt durch die Ausweisung von Kompensationsflächen in Uphusum und auf Pellworm wie auch durch die naturnahe Gestaltung der Kleientnahme.

Diese Kompensationsmaßnahmen sind im Sinne des Naturschutzes zu unterhalten und entsprechend zu pflegen. Zudem werden die Unterhaltungsarbeiten von Lahnungen am Olanddamm, Langenessdamm, vor dem Pohnshalligkoog und in der Tümlauer Bucht reduziert

 

Veranlassung

 

Der Landesschutzdeich Alter Koog auf Nordstrand soll auf einer Strecke von rd. 2,5 km verstärkt werden. Der vorhandene Deich wurde letztmalig 1965 verstärkt. Er schützt ein Niederungsgebiet mit einer Größe von

rd. 612 ha, mit rd. 370 Einwohnern und Sachwerten von rd. 45,10 Mio. €.

Folgende Mängel führen dazu, dass der Deich seine Aufgabe gem. § 64 Abs. 2 LWG nur noch bedingt erfüllt:

 

  • der max. Wellenüberlauf beträgt im Bemessungsfall 15,10 l/s*m (zulässige max. Überlaufmenge = 2 l/s*m)
  • Sollhöhen nicht vorhanden
  • Schlecht befahrbarer Treibselabfuhrweg

 

Genehmigung nach Landeswassergesetz (LWG)

 

Entsprechend § 68 WHG in Verbindung mit §68 LWG bedarf das Errichten, Verstärken oder das wesentliche Umgestalten eines Deiches eines Planfeststellungsverfahrens, das den Anforderungen des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung entspricht. Der technische Plan und die naturschutzrechtlichen Unterlagen (UVP, LBP, NATURA 2000 Verträglichkeitsprüfung) wurden im Mai 2011 bei der Planfeststellungsbehörde eingereicht. Im August 2012 wurde der Planfeststellungsbeschluss vom 09.07.2012 des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume rechtskräftig

 

Baumaßnahme

 

Die gesamte Maßnahme wird in 3 Bauabschnitte (BA) unterteilt. Die Arbeiten hierzu werden voraussichtlich 3 Jahre andauern:

 

1. BA: Norderhafen (Baudurchführung 2014/15)

Herstellung einer Baugrundverbesserung mit Kiesstopfäulen als Stützkörper für das neue Deckwerk. Bau einer Überschlagssicherung in 5,00m Breite.

Profilierung des neuen Deiches mit Füllboden aus der Sandentnahme Fuhle Schlot aus der Nordsee und Abdeckung mit Klei aus der Entnahme Alter Koog.

Herstellung einer Hochwasserschutzwand mit Glaselementen in die Deichkrone.

 

2. BA:  Mitteldeichhörn (Baudurchführung 2013/14)

Baugrundverbesserung mittels Kiesstopfsäulen zur Herstellung des neuen Deckwerks. Bau der Überschlagsicherung, Profilierung des neuen Deiches mit Füllboden und Andeckung mit dem gewonnenen Klei aus der Kleientnahme.

 

3. BA:  Strucklahnungshörn (Baudurchführung 2013/14)

Bau der Hochwasserschutzwand im Deichkronenbe-reich. Verlängerung der Hafenspundwand und Neubau einer Stöpe in die Deichüberfahrt der L30

Vom Bauanfang Ende Osterkoog bis Strucklahnungs-hörn erfolgt die Verstärkung weitestgehend innerhalb der Deichbasis. Die Deichkrone wird i. M. 4,00 m see-

seitig verschoben, um 0,80m bis 1,00m erhöht und hat eine Breite von 5,00 m.

Die Deichkronenhöhe beträgt NHN+8,70 m. Die Deich-innenböschung wird nicht verändert. Deichaußen-böschungen sowie die Deichfußsicherung werden entsprechend der Abschnitte individuell hergestellt.

 

Hochwasserschutzwand Strucklahnungshörn und Norderhafen

Aufgrund der geringen Deichbasis sieht die Planung eine Hochwasserschutzwand im Bereich Strucklah-nungshörn über eine Länge von 450 m in der Deich-krone und im Bereich Norderhafen vor den Gaststätten über eine Länge von ca. 70 m vor.

Im Bereich vor den dort befindlichen Gaststätten werden die Hochwasserschutzwände mit Glaselemente ausgestattet.

Hafenspundwanderweiterung

Im Hafenbereich wird die vorhandene Spundwand dem neuen Deichfuß angepasst. Die Spundwandverlängerung wird 28 m in Richtung Norden und um 10 m in Richtung Osten durchgeführt.

 

Deichstöpe

Im Bereich Station 2+150 führt die Landesstraße L30 über den Deich zur Anlegestelle Strucklahnungshörn. Die Deichscharte bindet auf einer Seite in die Hoch-wasserschutzwand ein, auf der anderen Seite schließt die Deichverstärkung an.

 

 

Erdmassen und Baustoffe für die Baumaßnahme:

Sandeinspülung:                                         300.000 m³

Kleibodeneinbau:                                        70.000 m³

Kiesstopfsäulen zur Baugrund-

verbesserung:                                           107.000 m

Deckwerksflächen :                                    48.000 m²

Wellenüberschlagsicherung:                        10.750 m²

Asphaltierte Wegeflächen

herstellen:                                                        6.700 m²

Stahlspundbohlen einbauen:                               745 t

 

 

Klimaprofil

Der neue Deich wird wegen der zukünftig zu erwar-tenden Klimaveränderungen und den daraus resul-tierenden Meeresspiegelanstieg wie folgt modifiziert:

Deichkronenhöhe:                         8,70 m NHN

Deichkronenbreite:                        5,00 m

Außenböschung:                            1:10

Wellenüberschlagsicherung:        5,00 m

Deckwerk:                                       1:3

Durch die 5,00 m breite Deichkrone, kann der Deich in Zukunft ohne großen Aufwand um 1,00 m erhöht werden.

 

 

Bürgerinformation durch das LKN-SH, die Firma Meister und die Gemeinde Nordstrand

am 12. März 2013 um 19:00 Uhr in der Gaststätte Kiefhuck

Maren Mölck im Gespräch mit der Bauleitung

 Die ersten Gespräche zwischen Bauleitung und Maren Mölck vom Team " Heute schon Deich geguckt?"

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